WingsMarcelaWINGS FOR LIFE – World Run 07.05.2017

 

Laufen für Jene – die es nicht mehr können. Ein Lauf der besonderen Art.

Es starten weltweit in 25 Ländern 100 000 Läufer gleichzeitig. 100 % der Startgelder fließen in die Rückenmarkforschung – gegründet von Heinz Kinigadner und Dietrich Mateschitz (Red Bull) zur Hilfe von querschnittgelähmten Menschen. Sieger wird der, der am weitesten läuft. Es gibt auch keine Ziellinie. Jeder Läufer erreicht das Ziel. Herbert Stadler war in Wien mit 13 000 Läufer am Start. Ein unvergessenes Erlebnis für ihn – mit Rollstuhlfahrern und Promis in der ersten Startreihe zu stehen. Ein kurzes „alles Gute“ von Marcel Hirscher und ab ging die Post.

 

Der Modus erfolgt so: Eine halbe Stunde nach dem Startschuss, startet ein Auto (Catcher Car) mit 15 km/h und nimmt die Verfolgung der Läufer auf. Jeder Läufer, der vom Auto eingeholt wird, wird mittels Chip registriert und beendet seinen Lauf. Damit auch die schnellsten Läufer eingeholt werden, erhöht das Catcher Car seine Geschwindigkeit jede halbe Stunde um 1 km/h. Die ersten werden nach 6 km eingeholt – die letzten nach über 80 km.

Herbert startete voll los und führte die ersten 500 m das Feld an – ein zu schnelles Tempo, was ihm klar wahr – und er reduzierte das Tempo – schnell wurde er dann von den schnelleren Läufern überholt. Das Wetter wechselhaft – 15 km Sonnenschein – 10 km Regen – dann starker Gegenwind – nicht die besten Verhältnisse – das macht das Laufen nicht einfach. Aber das Gedankengut: Einige querschnittgelähmten Menschen, die im Rollstuhl sitzen, wieder durch gezielte Rückenmarkforschung vielleicht wieder gehend zu machen – bestärkt einen sehr. Nach 2 h 38 min. und 33,2 km überholte Herbert das Catcher Car und er war vom Laufen erlöst.

Für Herbert war es eine tolle Erfahrung bei so einem Charity Lauf mitzumachen – Menschen zu helfen, die selbst nicht mehr laufen können. Zur Info: Gewonnen hat heuer ein Rollstuhlfahrer in Dubai Anderson Aron (Schweden) mit 92,14 km mit einem normalen Rollstuhl – angetrieben nur durch seine Hände! Bester Läufer war in Milano (Italien) ein Pole Olszewski Batosz mit sagenhaften 88,24 km gefolgt von dem Österreicher Ketema Lemawork mit 87,15 km in Wien. Spenden können für diesen guten Zweck auch Nichtläufer – Infos gibt es unter wings for life run wien.